Über Fronleichnam im Wallis auf Höhenwegen und entlang alter Suonen unterwegs
4. Juni 2026–7. Juni 2026
Rückblick auf die Tour
Bei schönstem Wetter steigen wir in Hohtenn aus dem Zug. Wir folgen nicht dem Wegweiser nach Ausserberg, sondern starten in die andere Richtung, da wir möglichst lange der Stägeru-Suone entlang wandern möchten. Mit Blick ins Rhonetal folgen wir diesem äusserst abwechslungsreichen Weg. Im «Bärgbeizli Rarnerchumma» haben wir eine erste Stärkung verdient, bevor wir der Manera-Suone folgen. Nach dem Heilpflanzengarten in Ausserberg geht es – teils abenteuerlich – nach Baltschieder. Obwohl wir nur kurz auf den Bus warten müssen, erleben wir das traditionelle Fronleichnamsfest mit musikalischer und militärischer Ehrenbezeugung (Umzug).
Mit Bus, Zug und Luftseilbahnen erreichen wir Gspon im Saastal, wo wir die Unterkunft für die nächsten drei Nächte beziehen.
Am nächsten Morgen erkunden wir das Naturwaldreservat Sädolwald. Nebel macht die ganze Stimmung noch mystischer. Wir bestaunen alte Lärchen und Arven (teils über 600 Jahre alt!) und fragen uns, wie viele Stürme die wohl schon erlebt haben. Vogelgezwitscher begleitet uns durch den Wald. In einem kurzen Aufstieg erreichen wir den Gibidum mit 2317m. Leider weht hier ein kühler Wind und Nebel verhindert die Sicht auf den Aletschgletscher. Nach kurzer Rast gehen wir zum Gibidumsee. Wunderschöne Landschaft rundherum, menschenleer…
Da sich nun endlich der Nebel verzieht, machen wir noch einen Abstecher aufs Rothorn. Nun können wir den Aletschgletscher und einige Viertausender endlich sehen!
Auf dem Gsponer Höhenweg queren wir nun nochmals den Sädolwald. Wir sind uns einig, dass der Hinweg zwar länger, aber abwechslungsreicher war. Auf der Terrasse vor unserem Hotel lassen wir den Tag bei einem Apéro ausklingen.
Am dritten Tag folgen wir dem Gsponer Höhenweg in die andere Richtung. Auch hier bilden alte Bäume wunderschöne Fotomotive. Dazu noch das Panorama mit den vergletscherten Bergen um Saas Fee. Nach der Mittagsrast steigen wir nach Saas-Grund ab. Nach kurzer Postautofahrt erreichen wir Stalden-Saas. Wir entscheiden spontan noch via Raftgarten nach Staldenried zu wandern und erst von dort mit der Luftseilbahn nach Gspon zurückzukehren. Der erste Teil ist eher etwas monoton im Vergleich zudem, was wir bereits erlebt haben. Dafür ist die Wegführung im zweiten Abschnitt – gekennzeichnet von Unwetterspuren – sehr interessant. Auch Gemsen gefällt es hier…
Bereits heisst es wieder alles in den Rucksack zu packen. Mit der Luftseilbahn fahren wir nach Stalden und dem Postauto via Törbel auf einer unglaublichen Panoramastrecke zur Moosalp. Wie lange können wir uns wohl noch an dieser einzigartigen Gletscherwelt erfreuen?
Zuerst führt der Weg durch eine Moorlandschaft, danach entlang von verschiedenen Suonen nach Eischoll. Mit der Luftseilbahn erreichen wir Raron und von dort geht es zurück in die Zentralschweiz.
Vier äusserst abwechslungsreiche Tage gehen zu Ende. Sie waren so schön, dass im Oktober 2026 eine Kurzvariante (Wochenende) geplant ist.
Fotos
Ausschreibung
Donnerstag: Anreise nach Kandersteg; Weiterfahrt mit Zug nach Hohtenn. Von dort wandern wir entlang alter Suonen (u.a. Stägeru-Suone) von Hohtenn via Ausserberg nach Baltschieder (Wanderzeit ca. 5.5 Std.; ca. 18 km und 400 Hm aufwärts und 800 Hm abwärts). Fahrt mit ÖV nach Stalden/Staldenried und mit Luftseilbahn nach Gspon.
Freitag: Rundtour Gspon – Naturwaldreservat Sädolwald (teils über 600 Jahre alte Lärchen und Arven) – Gibidum – Gibidumsee – Rothorn – auf dem Gsponer Höhenweg geht es zurück nach Gspon (ca. 6 Std, 18 km; ca.1000 Hm auf- und abwärts).
Samstag: Gspon – Gsponer Höhenweg – Saas Grund (ca. 4 Std.); Der Weg gilt aufgrund des Panoramas (Viertausender) zu den schönsten Wanderungen im Wallis. Mit dem Postauto geht es zurück nach Stalden. Wer Lust hat, wandert via Raftgarten nach Staldenried (2 Std.) und von dort geht es für alle mit der Luftseilbahn zurück ins Hotel nach Gspon.
Sonntag: Mit der Luftseilbahn nach Stalden und dem Postauto auf der Panoramastrecke via Törbel weiter zur Moosalp. Suonenwanderung nach Eischoll (4 ¾ Std, 18 km, 300 Hm aufwärts und 1200 Hm abwärts). Die Luftseilbahn bringt uns nach Raron und von dort mit Zug/Auto wieder zurück in die Zentralschweiz.
