Tour du Muveran
1. Juli 2026–5. Juli 2026
Rückblick auf die Tour
Nach einem Ausbildungsparcour (im Rahmen der Ausbildung beim Bergführerverband zur dipl. Wanderleiterin) marschieren wir am Nachmittag noch zur Buvette La Vare. Eine einfache Unterkunft auf der Alp, die an Gastfreundschaft fast nicht übertroffen werden kann. Unvergesslich bleibt der selbstgemachte Senf und … und …
Am nächsten Morgen folgen wir dem Weg zum Col des Essets. Anschliessend ist unser heutiges Ausbildungsziel «viel weglos» und «über Schneefelder» unterwegs zu sein. Diese Bedingungen finden wir im Gebiet «Conche» und «LEs Filasses». Erst in «Le Grenier» stossen wir wieder auf den Wanderweg, der nach Derborence führt. Wunderschön liegt der Bergsee eingebettet in das Bergsturzgebiet (Bergstürze von 1714 und 1749 vom Massiv «Les Diablerets» mit über 50 Millionen Kubikmeter Gestein). Hier verbringen wir die zweite Nacht.
Am dritten Tag ist die Alpwirtschaft «La Chaux» unser erstes Ziel. Schade, war die Unterkunft nach einer Sanierung noch nicht bezugsbereit, dass wir hier hätten nächtigen können. Ein Paradies! Im Sommer 2027 plane ich hier eine Nacht ein…
Kurz vor dem La de La Forcle, der noch weitgehend von Schnee bedeckt ist, machen wir einen Abstecher zu versteinerten Ammoniten. Hier wird Erdgeschichte lebendig! Die Landschaft bildet eine Traumkulisse, vor allem bei dem Prachtswetter, das wir haben. Nach dem «Col de la Forcla» geht es steil und über viel Geröll abwärts, bevor wir den eigentlichen Weg wieder verlassen und direkt zur Cabane de Rambert aufsteigen. Steinböcke in der Umgebung lassen sich durch unsere Anwesenheit nicht stören. Tipp: Hausgemachter Kuchen auf der Hütte geniessen.
Aufgrund einer Programmänderung (Cab. Lui d’Aout ist geschlossen) müssen wir nach Ovronnaz absteigen (bzw. das letzte Teilstück mit dem Sessellift).
Mit dem Sessellift geht es am vierten Tag wieder hoch zum Ausgangspunkt. Auf dem Balkon hoch über dem Rhonetal wandern wir entlang der Südflanke vom «Grand Chavalard». Ein alter Bekannter, war ich doch vor Jahren schon auf dem Gipfel – nach einer Besteigung vom «Dents de Morcles»). Das Panorama ist überwältigend. Vor allem der Blick zum Mont Blanc, der Auguille Vert, dem Combin etc. Eindrücklich und beängstigend, dass all die Nordwände dieser berühmten Berge schon anfangs Juli blank sind. Auf dem Weg zur «Passage du Portail de Fully» wissen wir, was damit gemeint ist. Ein gewaltiges Felsentor zeigt sich…
Teils weglos, teils auf Wegspuren folgen wir dem Grat bis zur Cab. du Demècre. Unser Ziel ist noch weit entfernt. Aber eine Pause gibt es.
Entlang von Felsbändern erreichen wir am späten Nachmittag die Alp Rionda. Der Weg ist nur für Trittsichere und Schwindelfreie… Wer gut schaut, findet sogar noch ein Edelweiss auf dem Weg. Jetzt trennt uns nur noch ein kurzes Wegstück vor unserem Ziel, der Cabane de la Tourche. Ein Herdenschutzhund hindert uns weiterzulaufen. So warten wir, bis ihn die Hirtin zu sich beordert.
Geschafft! Das Panorama hinunter zum Rhonetal und gegenüber zum Mont Blanc sucht seinesgleichen. Wie ein Adlerhorst steht die Hütte am Grat.
Letzter Tag: Heute heisst es bereits Abschied nehmen von der Region. Auf einer blau-weissen Route – mit Abstecher auf einen kleinen Gipfel mit Edelweiss – geht es zurück an unseren Ausgangspunkt. Verfallene Gebäude auf dem Weg sind Zeugen einstiger militärischer Vergangenheit.
Eine wunderbare Tour um den «Grand Muveran», die unbedingt mit Varianten wiederholt werden muss. Ich komme im Sommer 2027 zurück mit einer Gruppe in diese wunderschöne Gegend! (Ausschreibung folgt im Januar)
Fotos
Ausschreibung
Die Tour wurde im Rahmen der Ausbildung mit dem SBV gemacht. Eine Wiederholung ist für Sommer 2027 geplant.
